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Ein Website-Projekt dauert einige Monate; mit dem Ergebnis arbeiten Sie jahrelang. Die Wahl des richtigen Partners ist deshalb wichtiger als die Wahl eines Designs. Ein schönes Portfolio sagt etwas über Geschmack, aber wenig darüber, wie eine Agentur kommuniziert, was nach dem Start passiert oder wem der Code später gehört. Diese Checkliste hilft Ihnen, Anbieter anhand derselben Punkte zu vergleichen.
Bevor Sie suchen: wissen, was Sie brauchen
Je genauer Sie Ihr Vorhaben beschreiben, desto besser sind die Angebote, die Sie erhalten. Ein Briefing von ein oder zwei Seiten genügt. Es verhindert auch, dass Sie Äpfel mit Birnen vergleichen, weil alle Anbieter von denselben Annahmen ausgehen. Hinein gehört mindestens Folgendes:
- Das Ziel der Website: Anfragen, Personalgewinnung, Verkauf oder ein Portal für Bestandskunden.
- Ihre Zielgruppen, Märkte und Sprachen, etwa Deutschland, Österreich und die Benelux-Länder.
- Funktionen und Schnittstellen, die unbedingt dazugehören, etwa CRM, Warenwirtschaft, DATEV oder ein Buchungssystem.
- Was an Ihrer aktuellen Website nicht gut funktioniert und was erhalten bleiben soll, etwa Seiten, die in Suchmaschinen gut ranken.
- Wer Texte und Bilder liefert und wer die Website später pflegt.
- Der gewünschte Zeitplan und feste Termine wie eine Messe oder eine Kampagne.
- Eine Vorstellung von Ihrem Budget. Auch ohne öffentliche Preisliste hilft ein Rahmen dem Anbieter, einen passenden Umfang vorzuschlagen.
Portfolio und Referenzen prüfen
Schauen Sie über Screenshots hinaus. Öffnen Sie die Live-Websites aus dem Portfolio auf Ihrem Smartphone. Laden sie schnell? Funktionieren die Formulare? Lässt sich die Website allein mit der Tastatur bedienen? Ein kurzer Test in PageSpeed Insights zeigt, wie eine Website technisch aufgebaut ist. Fragen Sie außerdem nach Projekten, die Ihrer Situation ähneln: dieselbe Branche, vergleichbare Komplexität, mehrere Sprachen oder Schnittstellen.
Fragen Sie auch, wie lange Kunden bleiben. Eine Agentur, die Websites über viele Jahre für dieselben Kunden pflegt und erweitert, liefert offensichtlich etwas, das funktioniert. Bitten Sie darum, ein oder zwei Kunden anrufen zu dürfen, und fragen Sie diese vor allem, was schiefging und wie es gelöst wurde; jedes Projekt hat Rückschläge. Seien Sie kritisch bei Zahlen, die Sie nicht überprüfen können, etwa einem Prozentsatz mehr Anfragen. Fragen Sie, wie und über welchen Zeitraum das gemessen wurde.
Wer die Arbeit macht und wie Sie kommunizieren
Eine Agentur kann die Arbeit selbst erledigen, Freelancer einbinden oder Teile an ein Team im Ausland vergeben. Keines dieser Modelle ist an sich falsch, aber Sie sollten wissen, wie es läuft. Fragen Sie, wer Ihr fester Ansprechpartner ist, wer den Code schreibt, in welcher Sprache kommuniziert wird und wie schnell Sie eine Antwort bekommen. Zusammenarbeit auf Distanz funktioniert gut, wenn die Absprachen klar sind: feste Termine, schriftliche Protokolle und eine gemeinsame Übersicht darüber, was erledigt ist und was noch offen ist.
Lassen Sie sich auch das Vorgehen erklären. Ein seriöser Anbieter kann die Schritte benennen, vom Erstgespräch über Design und Entwicklung bis zu Tests und Livegang, und sagen, was er von Ihnen erwartet. Fragen Sie nach einem Beispiel-Zeitplan und danach, wie vor der Abnahme getestet wird: auf welchen Geräten, in welchen Browsern und ob Barrierefreiheit und Geschwindigkeit dazugehören. Ersetzen Sie eine bestehende Website, fragen Sie auch nach dem Plan für Weiterleitungen von alten auf neue Adressen (301-Redirects), damit Sie Ihre Positionen in den Suchmaschinen nicht verlieren.
Vertrag, Nutzungsrechte und Datenschutz
Die Rechte am Code werden oft vergessen. In Deutschland ist das Urheberrecht selbst nicht übertragbar; übertragen werden Nutzungsrechte. Vereinbaren Sie deshalb ausdrücklich ausschließliche, zeitlich und räumlich unbeschränkte Nutzungsrechte an Code und Design, einschließlich des Rechts zur Bearbeitung, sowie die Herausgabe des Quellcodes. Ohne klare Regelung erhalten Sie im Zweifel nur die Rechte, die für den vereinbarten Zweck nötig sind. Prüfen Sie außerdem diese Punkte:
- Ihr Unternehmen ist Inhaber der Domain, bei .de-Adressen also bei der DENIC als Domaininhaber eingetragen.
- Sie haben ein eigenes Hosting-Konto oder zumindest vollen Administratorzugang.
- Es gibt einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, wenn der Dienstleister personenbezogene Daten verarbeitet, etwa über Formulare oder das Hosting.
- Umfang und Preis stehen fest, mit einem klaren Verfahren für Änderungen.
- Abnahme und Gewährleistung für Mängel sind geregelt.
- Bei einem Wechsel erhalten Sie Code, Dokumentation und alle Zugangsdaten.
Klären Sie auch, wer für die rechtlichen Bestandteile der Website verantwortlich ist: Impressum nach § 5 DDG, Datenschutzerklärung, Einwilligung für Cookies nach § 25 TDDDG und, falls Sie an Verbraucher verkaufen, die Informationen zur Barrierefreiheit nach dem BFSG. Die Agentur sorgt für die Technik, etwa ein Consent-Banner, das Skripte wirklich erst nach der Einwilligung lädt. Die Texte selbst bleiben Ihre Verantwortung; lassen Sie sie im Zweifel von einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt erstellen oder prüfen.
Nach dem Start: Wartung und Wechsel
Eine Website ist mit dem Livegang nicht fertig. Fragen Sie, wer Updates und Sicherheitspatches einspielt, wie oft Backups erstellt werden, wo sie liegen und ob die Wiederherstellung getestet wird. Fragen Sie, was bei einem Ausfall passiert und wie schnell reagiert wird. Unterscheiden Sie zwischen dem, was im Wartungsvertrag enthalten ist, und dem, was gesondert abgerechnet wird. Und fragen Sie, was passiert, wenn Sie irgendwann wechseln wollen: Kann ein anderer Entwickler Ihre Website übernehmen? Ein verbreitetes Framework, Dokumentation und automatisierte Tests erleichtern das erheblich.
So vergleichen Sie Angebote in fünf Schritten:
- Laden Sie zwei oder drei Anbieter ein und geben Sie allen dasselbe Briefing.
- Führen Sie mit jedem ein kurzes Erstgespräch. Achten Sie darauf, wer Fragen zu Ihrem Unternehmen und Ihren Kunden stellt und wer vor allem über sich selbst spricht.
- Vergleichen Sie die Angebote Position für Position nach Umfang und Vorgehen, nicht nur nach dem Endbetrag.
- Bitten Sie um einen Festpreis für einen klar abgegrenzten Umfang oder um einen Stundensatz mit fester Obergrenze.
- Gehen Sie die Vertragspunkte oben durch, bevor Sie unterschreiben.
So arbeiten wir bei CleanByte: Wir sitzen in Bukarest, Rumänien, innerhalb der EU, und entwickeln seit 2014 Websites. Nach einem Erstgespräch erhalten Sie einen Festpreis für einen klar beschriebenen Umfang, der Code gehört Ihnen, mit vollständigem Quellcode und allen Zugängen, und einige Kunden arbeiten seit 2015 mit uns. Unsere Gespräche führen wir auf Englisch; die Websites selbst liefern wir in jeder Sprache. Prüfen Sie uns gern anhand aller Punkte dieser Checkliste.
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